In manchen Spielen klappt einfach alles !

• TV Nierstein 3 - HSV Alzey 3 29:18

Ja dem ist so und erklären warum, weshalb oder wieso das so ist, fällt zuweilen schwer. Wie gerne würde man solche Momente konservieren, einen „Transfer“ in die nächste Begegnung ermöglichen, aber es ist eben Sport, Sport mit all seinen Unwägbarkeiten.
Die Partie in Nierstein, im Vorfeld zum „Match oft the Year“ apostrophiert, sollte hierfür als Paradebeispiel dienen.
Die Losung war klar, das große Ziel, ein Stockerlplatz, vor Augen wollte man punktemäßig etwas mitnehmen und hierbei ging es nicht um die Punktomatpunkte, sondern den tabellarischen sportlichen Ansatz.
War das vorletzte Donnerstagstrainingstag von Wellness geprägt ( zumindest was die Temperaturen in der RS betraf ) so kehrte man zur Spielvorbereitung wieder in sein angestammtes Domizil zurück. Der Eiskeller ASS sollte als Abhärtung herhalten. Es mehrten sich aber an diesem Abend die Stimmen die besagten: Draußen ist es wärmer als drinnen, was im Sommer ja öfters vorkommen soll, Anfang März aber im Normalfall eher nicht der Fall ist. Bevor wir jetzt über Erderwärmung philosophieren und die daraus bestehenden Rückzugsmöglichkeiten in Räumlichkeiten erörtern, sei deutlich gesagt: Wer ein ASS-Training bei diesen Temperaturen überlebt, hat die Voraussetzungen für zukünftige Abenteuer wie diese http://www.abendblatt.de/reise/article135977318/Triumph-fuer-Arved-Fuchs-und-Reinhold-Messner-im-ewigen-Eis.html geschaffen.
Das unser Wanderwart die Trainingseinheit im „kurzen Beinkleid“ absolvierte und dann auch noch etwas von Frühlingsgefühlen faselte, sei hier nur am Rande erwähnt. Doch gerade ihm und seinem Namensvetter machten die Temperaturen nachhaltig zu schaffen. Selbst einfachste Einwürfe beim Warmmachkick misslangen, da schlug die Kälte erbarmungslos durch, mit klammen Fingern ist das eben auch eine fürchterlich schwere und anspruchsvolle Aufgabe, von wegen Frühlingsgefühlen und so. Die Aktion ging umgehend als „Müllerdrall“ in die Geschichtsbücher ein und ist als Solche auch bereits bei der Gesellschaft für deutsche Sprache als Wortvorschlag für das Wort des Jahres 2017 angemeldet. Unterstützer für diese Meldung tätigen bitte auf der HP http://gfds.de/aktionen/wort-des-jahres/ ebenfalls eine Eingabe, Danke im voraus dafür.
Das unser „großer Zauberer“ auch noch in der Halle erschien blieb den meisten verborgen. Die Kälte hatte wohl dafür gesorgt das die Gesichtsmuskeln derart eingefroren waren das eine vernünftige Kommunikation schlicht unmöglich war, positiv für ihn, ihm blieb das dauerhafte „Frostschockerlebnis“ erspart.
Dennoch wartete noch ein Zuckerl auf uns. Zum Auftauen ging es in unser „Tropical Island“ in die RS. Einem Saunagang gleich, geriet schon der Zutritt zur Halle, inklusiver wohliger Wärme unter der Dusche.
Danach waren Finger und Gelenke wieder geschmeidig, so geschmeidig das unser „Nordlicht“ Torsten H. als Doublegewinner die Punktomatveranstaltung verlassen konnte.
Der Spieltag bzw. die Anreise nach Nierstein gestaltete sich dann völlig unspektakulär, vielleicht waren die Spieler auch schon einfach zu sehr im „gedanklichen Tunnel“.
So kam man wohlbehalten vor Ort an, stellt aber gleichwohl fest das die Halle bereits fest in Alzeyer Hand/Pfeife war. Unser Schiedsrichtergespann A. Schöttke/H.D.Weinmann leitete die vorhergehende Partie der Verbandsliga Männer. Mit deren Abpfiff begann die Vorbereitung auf unser Spiel. Zeitlich sehr ambitioniert starteten „The Müllers“ ihr Programm, das sie aber 15 Minuten vor Anpfiff, entkräftet nach Luft schnappend, einstellten. Es lag so eine seltsame lethargische Stimmung in der Luft, frei nach dem Motto: Wo wir nach dem Spiel was Essen und Trinken gehen wissen wir, was sollen wir also noch hier ?
Der Coach versuchte sein Möglichstes. Auf uns wartet ein gefährlicher Gegner richtet er eindringliche Worte an uns, das Auditorium nickte. Der Gegner ist eine eingespielte Truppe, das Auditorium nickte. Wir sollen auf den Rückraum achten, das Auditorium…..
Ex-König Guido sprach kurz vor dem Anpfiff noch mal mit der Presse, er hatte eine seltsame Grundstimmung wahrgenommen, er sollte Recht behalten.
Endlich ging es los, die Niersteiner im Angriff und nach ca. 30 Sekunden gleich mal mit dem ersten Torerfolg. Nix passiert auch wir können Angriff und erzielten umgehend den Ausgleich. Was sich aber schon in dieser frühen Phase des Spiels andeutete, sollte später der „rote Faden“ in unserem „Gewürge“ werden. In der Abwehr eher als passive Zuschauertruppe anwesend, war auch das Angriffsspiel nicht der Rede wert. Pomadig und auffallend lauf faul war es Zufall/Glück/irdische Fügung, oder was auch immer, das wir ergebnistechnisch in Schlagdistanz blieben. Das war aber dann kurz vorm Pausenpfiff auch Makulatur, ein Niersteiner Gegenstoßgewitter war beim 12:16 Halbzeitstand (vorerst) beendet. Einigkeit herrschte allenthalben ( Niersteiner mal ausgenommen ) darüber, das die erste Halbzeit mit 3 Buchstaben zu beschreiben war: NIX.
Es war nix und es wurde auch weiterhin nix. Im Angriff noch zielunstrebiger ( sollte es das Wort nicht geben haben wir es hiermit erfunden ) und in der Abwehr weiterhin als Teppichhändler unterwegs ( wo bitte sollen wir den Teppich für euch ausrollen ) war beim 15:23 die Luft ( die eh nie da war ) gänzlich raus.
Die Niersteiner stellten weiterhin eine rustikale Abwehr und gingen im Angriff dahin, wo wir freundlicherweise und völlig selbstlos Lücken zum Durchmarschieren vorbereitet hatten.
So setzte sich dann irgendwann, zumindest bei uns, die Gewissheit durch das auch eine schlechte Musik bis zum Ende gespielt werden muss. Der Nichtangriffspakt der letzten 5 Spielminuten ersparte uns weiteres Ungemach, mit 18:29 waren wir eh bedient genug.
So schließt sich dann der Kreis, welcher mit der Überschrift dieses Berichtes angedeutet wurde. Manchmal klappt halt alles bei dem Einen, bei dem Anderen ( in dem Fall uns ) eher wenig. Es bleibt aber die Hoffnung das sich dies bereits im nächsten Spiel wieder zu unseren Gunsten drehen kann.
Eine Niederlage die schmerzt, aber der Gegner war besser, ich glaube in allen Belangen, aber unsere Gegenwehr hielt sich halt in sehr sehr überschaubaren Grenzen.
Die Punktomatveranstaltung nach dem Spiel in einer Niersteiner Gaststätte diente zur Aufarbeitung. Wir machen jetzt eine Anleihe aus dem Fußball, analog zu Darmstadt 98 schauen wir nicht mehr auf die Tabelle, wir machen jetzt nur noch unser Ding, spielen für uns und unsere enthusiastischen Fans, denen sind wir einen vernünftigen Auftritt beim Saisonkehraus in Sobernheim schuldig.
Die nach dem 3. Bier getätigte Aussage unseres T.H., das die Möglichkeit bestehen würde, das wir nun in der Tabelle nach unten durchgereicht werden, ist weder aus dem Zusammenhang gerissen noch fällt sie unter Fakenews. Allerdings sorgte dies für eine gehörige Irritation unter den Anwesenden, ein eiligst eingereichter Antrag an das ZK zwecks Punktabzug in der Punktomatwertung wegen Verbreitung von negativem Gedankengut wird zur Zeit geprüft.
Auf diesem Wege gute Besserung an die beiden verletzten Niersteiner Spieler, desweiteren bitte dran denken das unser Chefcoach heute am 15.03. Geburtstag ( ein Runder ) hat. Also entweder gleich gratulieren oder morgen persönlich nachholen, die Presse macht es schon mal vorab auf diesem Wege.
Immer gut informiert mit den Breaking News des HSV Alzey
Die Statistik des Desasters:
Guido Schmitt und Andi Büchse ( beide im Tor ), Christoph Pitsch (1), Stephan Boldin, Thomas Müller (3), Dieter Jacob (1), Volker Ahr, Flo Kosiol (5/2), Dirk Egner (5/1), Ecky Hofrath (1), Torsten Hanzlik (2), Heiko Jung