Im Harz, am Harz, mit Harz drumherum

• SF Budenheim 4 - HSV Alzey 3 41:24

Die Überschrift lässt es vermuten, wir müssen, um zum Spielberichtes der CKM zwischen der DJK SF Budenheim IV und dem HSV Alzey III zu gelangen, etwas weiter ausholen.

Der Harz:
bis ins Mittelalter Hart (‚Bergwald‘) genannt, ist ein Mittelgebirge in Deutschland und das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Göttingen, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1141,2 m der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts.

Das Harz:
Harze sind, je nach Temperatur und Alter, mehr oder weniger flüssige Produkte, die sich aus verschiedenen organischen Stoffen zusammensetzen. In natürlicher Form werden Harze als Naturharz von Tieren und Pflanzen, insbesondere Bäumen abgesondert. Bei Bäumen dienen sie in erster Linie zum Verschließen von Wunden an der Pflanze.

Was kann man mit ( Baum )harz machen ?
Den Steinzeitmenschen ging früher bei Regen die Fackel immer aus, bis sie die Fackel mit Harz einschmierten, dann brannte sie auch im Regen. Man kann es sogar essen. Auf sibirischen Märkten z.B. wird Harz in flachen Streifen verkauft und wie Kaugummi gekaut. Auch als Klebstoff ( und dieses Wort merken wir uns für den weiteren Verlauf explizit ! ) oder Dichtungsmaterial kann ( !!! ) man es verwenden.

Das war die Einleitung……, kommen wir zu den weiteren Gegebenheiten. Erstmals in dieser Saison hatten wir mit einem kleinen personellen Engpass zu kämpfen. So eine richtige vernünftige Kaderstärke war nicht zu erreichen, egal wir spielen für „warmes Duschwasser und was zu Essen und Trinken danach“. Das sollten wir doch hinbekommen, hat schließlich bis jetzt immer geklappt. Völlig überraschend bekamen wir im Abschlußtraining Besuch, die „Flak von Heimersheim“ beglückte uns mit seiner „Jahresanwesenheit“. Offensichtlich sollte eine verwandtschaftliche Fehde in der „Budenheimer Arena“ ausgetragen werden. Man hatte sich wohl auf ein „Weyrichbattle“ verabredet. Das so ein Training aber auch mental anstrengend sein kann stellte sich nach dessen Beendigung heraus. Sein Sportschuhwerk blieb in der Halle zurück, die mannschaftseigene Teameventkasse frohlockte. Am Spieltag reisten dann acht unentwegte Recken gen Budenheim. Wird schon nicht so schlimm werden. Nach Auskunft des „kleinen Weyrichs“ wäre der „Feind“ auch knapp besetzt, deswegen auch sein Einsatz. Wie schnell aus knapp besetzt, aber eine für diese Spielklasse deplatzierte Kaderzusammenstellung wird, merkten wir erst vor Ort. Vielleicht aber auch nur eine taktische Finte ?, das gegnerische Warmmachprogramm lies anderes vermuten. Bis zum Start konnten die letzten Einsätze bei „Tippunwin“ platziert werden. Die Anwesenden machten reichlich Gebrauch davon, Ex-König Hans ist da eigentlich eine verlässliche seismographische Größe, sein 28:24 Tipp wurde aber erst einmal als negative Begleiterscheinung verbucht. Erstmals in der Geschichte nahm auch ein Mitglied des gegnerischen Teams teil, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, mit mäßigem Erfolg. So nahte dann das, womit immer alles beginnt ( zumindest beim Handball ), der Anpfiff der Partie. Die Aufstellung gestaltete sich nach dem Prinzip: Wer da ist kann auch spielen, taktische Raffinessen blieben verborgen, der Joker/die Joker blieben beidseitig erst mal auf der Bank. Es folgten zwölf ( 12 ! ), nennen wir es legendäre HSV-Minuten. Einem Kuriositätenkabinett gleich wurde dem Publikum nun Einiges geboten. Dieses frohlockte und jauchzte ob der diversen HSV-Slapstickeinlagen. Und das alles nur weil sich ein „fremder Gast“ in das Spiel eingeschlichen hatte. Die Verwendung des im Anfang des Berichtes ausführlich erwähnten „Stoffes“ , in Verbindung mit der ausgeübten Sportart führten zu einer massiven Inkompatibilität. Jetzt sei zur Ehrenrettung erwähnt das man das Spiel mit „Haftkleber“ gewöhnt sein muss, ein zupassen mit „einbalsamierten Kugeln“ aber dann doch noch einmal eine andere Herausforderung ist. Mit Ablauf der zwölften Spielminute war es also an der Zeit mit der grünen Karte etwas nachzujustieren. Grundsätzlich hatten wir unseren Beitrag zu dem Spiel geleistet auch wenn es beim Zwischenstand von 10:0 nur unzureichend zum Ausdruck kam. Also die Ziele minimieren und erst mal ein Tor werfen, ist das geschafft läuft es meist von ganz alleine. Und so, oder ähnlich war es dann auch, nach 37 Sekunden war der erste Treffer erzielt, der Anschluß also hergestellt. Die Gastgeber waren jetzt doch leicht irritiert, ihnen Konfusität oder Schockstarre zu unterstellen wäre aber vielleicht doch etwas zu weit hergeholt. Allerdings zwangen wir sie sechs Minuten später selbst eine Auszeit zu nehmen. Zwischenstand von Auszeit eins bis Auszeit zwei war 4:2 für uns, wir kamen also ins Rollen, erster Angstschweiß zeichnete sich auf des Gegners Stirn ab. Und nun kamen die Joker ins Spiel, beide Weyrichs sollten es nun richten. Unsere Geheimwaffe zündete sofort zum 15:6 ( wir waren somit quasi wieder in Schlagdistanz ! ) , der Budenheimer Joker befand sich noch in der persönlichen sportlichen Findungsphase. In der 29. Spielminute sollte dann seine große Stunde schlagen, Siebenmeter für die Gastgeber und er schritt zur Exekution. Was er nicht wusste, nächtelange Recherchen in den vereinseigenen HSV-Archiven brachten Schußbildaufzeichnungen aus seinen Jugendzeiten zu Tage. Unser, das Tor hütende, MVdH3 war also bestens auf ihn vorbereitet. Noch eine kleine Schußfalle aufgebaut, der Schütze fiel drauf rein, die Ovationen gehörten unserem Torwächter.
Und sei es noch nicht genug der Nadelstiche, den Schlußpunkt in Halbzeit eins setze „unser Weyrich“, mit 19:13 ging es in die Kabinen. Es soll unerwähnt bleiben wer, mathematisch durchaus korrekt, folgende Gleichung anstellte: Wären die ersten Minuten nicht gewesen würden wir jetzt führen. Wie gesagt, nicht falsch, aber vielleicht ein klein wenig unrealistisch…, sei´s drum. Nochmal Elektrolytgetränke zu sich nehmen, die Physios kneteten das Team nochmal durch und dann wieder raus in den brodelnden Hexenkessel.
Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits alle (!) HSV-Spieler ein Tor erzielt, merke, wir sind nicht ausrechenbar und wenn überhaupt, nur mit Kleber zu besiegen.
Weiter ging es und wir wollten da jetzt keine Spielverderber sein, andersrum, hätten wir so richtig gewollt……., aber was bringt das, dann schießt du den Gegner aus dessen Halle und verbaust ihnen den Weg in die B-Klasse. So hast du mal gezeigt was geht, erhältst dir die Freundschaften und wirst sicherlich zur Meisterschaftsfeier eingeladen. So der Plan und der ging auf, das Jungvolk des Gegners zeigte uns Dreher und Leger, das nahmen wir zur Kenntnis, wohlwissend immer dann eine Schippe drauflegen zu können wenn es denn nötig gewesen wäre.
Für einen von uns war die neue „Klebeerfahrung“ dann aber in der zweiten Hälfte von Erfolg gekrönt. Unser „Würfelprinz Sascha“ hatte dann den Dreh raus und der generische Torhüter öfter das Nachsehen. Das Weyrichbattle ging auch klar zu unseren Gunsten aus, auch der zweite „Budenheimerweyrichsiebenmeter“ erhöhte die Fangquote unseres Torhüters. Am Ende stand ein 41:24 für die Sportfreunde, wir hatten in der zweiten Hälfte bewusst den „Fuß vom Gas“ genommen. Was in Erinnerung bleibt ? Mit diesem Spiel wird der „SF-Weyrich“ wohl seine Karriere beendet haben, der „HSV-Weyrich“ wird nicht zu halten sein. Der Vertrag läuft Ende der Runde aus und nach der Leistung dürften höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam geworden sein. Dummerweise hat sich unser „große Boldini“ bei einer Flugeinlage verletzt, gute Besserung von hier aus.
Bei der abschließenden Pressekonferenz bemängelte ein anwesender Pressefuzzi unsere fehlende Körpersprache. Die Pressekonferenz wurde daraufhin sofort abgebrochen und es ging zum gemütlichen Teil in einem naheliegenden Edelrestaurant. Abgeschirmt von den zahlreichen Papparazzi wurde so noch ein versöhnlicher Abschluss des Tages erzielt. Der Blick geht nach vorne, mit dem TV Nieder-Olm IV wartet ein Kontrahent um Platz 4. Da dürften unser Nordlicht, sowie El Pulpo und der Kroate wieder mit an Bord sein, vor heimigem, enthusiastischen Publikum versuchen wir die Revanche für die Hinspielniederlage.
Den Sportfreunden aus Budenheim wünschen wir am 07.04. viel Glück beim Spiel gegen die Lercheberscher, es ist zu „befürchten“ das dies bei gleichen Voraussetzungen eine „lustige Veranstaltung werden könnte. Ansonsten Hals und Beinbruch, Ski Heil, Mast und Schotbruch oder eben: Immer eine Handbreit Harz über dem Ball
Für den HSV spielten:
Tor: Guido Schmidt
Feld: Dieter Jacob (1), Volker Ahr (1), Stephan Boldin (4/3), Thorsten Korfmann-Weyrich (4/1), Dirk Egner (4), Ecky Hofrath (5),Sascha Weinmann (5)