Krimi in Nieder-Olm. Investorengruppe plant Einstieg

• TV Nieder-Olm 4 - HSV Alzey 2 20:20

Krimi in Nieder-Olm. Investorengruppe plant Einstieg
DIE Presse berichtete beim letzten Spiel exklusiv, das daraufhin einsetzende mediale Echo war enorm. Für das nächste Heimspiel, dann wieder gegen den SC Lerchenberg I am kommenden Sonntag um 15.55 Uhr in der Alzeyer Rundsporthalle, haben sich diverse Medienvertreter aus dem In- und Ausland angesagt. Die Planungen für die Kamelrennbahn wecken nicht nur national sondern auch international enormes Interesse. Auch innerhalb der Mannschaft scheint man einen finanziellen Einstieg als lohnenswertes Investment zu erkennen. Über den http://kamelrechner.eu/de eruierten der Teamchef und Raketenmax die Möglichkeit einer Anschubhilfe, zur anzuschaffenden Herde. Das Ergebnis kann sich dabei durchaus sehen lassen. Während beim Teamchef 72 Kamele als Tauschobjekt angeboten wurden, waren es bei Raketenmax sogar 76. Ein Statement der jeweiligen Tauschobjekte konnte von DER Presse trotz intensiver Recherche und zahlreichen Kontaktversuchen nicht realisiert werden. Inwieweit die Absprachen hierzu als verbindlich angesehen werden können erscheint zumindest fraglich.
DIE Presse, immer an den Fakten orientiert und Erfinder des investigativen Journalismus, hat aber durchaus den ein oder anderen Tipp parat.
Eine gemeinsame Herdenstärke von 148 Kamelen ist für den Anfang nicht schlecht. Anbieten würde sich die Gründung einer Körperschaft des privaten Rechts. Eine „Schipp&Laubner KG“ ( KG steht hierbei für Kamelgesellschaft ) könnte den „Kamelmarkt“ revolutionieren. Die Wohnorte der beiden Gründer, Hangen-Weisheim ( 222 Meter über NN ) und Mörstadt ( 125 Meter über NN ), lassen einen Almauftrieb auf die saftigen Weiden von „Hawei“ ( liegt höher als Mörstadt ) im Frühjahr sinnvoll erscheinen. Im Spätherbst erfolgt dann der Almabtrieb ins „Tal nach Alzey“ ( 194 Meter über NN ). Hier kämen die Kamele dann, frischgestärkt durch die zarten Gräser auf der Höhe, ab September auf die Rennbahn. Beide Existenzgründer sollten aber nicht außer Acht lassen, dass auch im Sommer eine bis dato noch nicht sonderlich bekannte Einnahmequelle sprudeln könnte. Nähere Infos dazu hier: https://www.geo.de/geo-tv/1654-rtkl-kamelmilch-kasachstans-wundermedizin.
Dem Raketenmax schien dies aber dann doch irgendwie bekannt zu sein, nicht anders sind seine massiven Konzentrationslücken im Abschlusstraining zu erklären. Das gab es noch nie, 5 ( ! ) Eigentore, eins schöner als das Andere, standen am Schluss des „Warmmachkicks“ für ihn zu Buche, ein Rekord für die Ewigkeit. Der Rest des Trainings diente der Verbesserung der „Lauffähigkeit“, doch dazu später mehr.
Nieder-Olm IV hieß der Gegner des Wochenendes. Allerdings gab es hier, bezüglich Ansetzung der Partie, berechtigten Anlass zur Kritik,. Natürlich schränkt uns der abgeschlossene Fernsehvertrag durchaus ein, der übertragende Sender entscheidet in der Regel erst ganz kurzfristig welches Spiel zur Partie der Woche gekürt, und dann zur Primetime übertragen wird. Es sei aber die Frage erlaubt, inwieweit eine Ansetzung am Sonntag Abend um 18.35 Uhr fanfreundlich ist. Eine Anreise mit Bus oder Bahn, für die im ganzen Bundesgebiet verstreuten HSV-Fans, ist nur mit einem zusätzlichen Urlaubstag realisierbar. Grundsätzlich dürfen wir den Kontakt zur Basis nicht verlieren, alles dem Kommerz zu unterwerfen wäre töricht und nur den kurzfristigen monetären Gewinn geschuldet. Es bleibt zu hoffen das es in naher Zukunft keine Fandemos diesbezüglich gibt. Die HSV-Anhänger jedenfalls reagierten auf die Anpfiffzeit mit Fanbojkott, der HSV-Block blieb leer, nur ein Banner war dort angebracht, „Herz statt Kommerz“ war da zu lesen und etwas kryptischer „Kamele sind im Stall, Rakete bleib am Ball“.
Immerhin, die Anreise gestaltete sich angenehm, angenehmer als im letzten Jahr. Da testete der amtierende König ja die Funktionalität seiner Bremsen auf der Autobahnabfahrt ( Mitreisende und regelmäßige Leser der Spielberichte werden sich daran erinnern können) . Im Anschluss daran, wurde die Abfahrt nach Nieder-Olm ja offiziell zum „Volker-S“ umbenannt.
Aufregung dann aber in der Halle, die Anzahl der anwesenden Spielwilligen stimmte nicht mit der Anzahl der verfügbaren Trikots überein, man einigte sich darauf das die Trikots die Schuld daran trugen…… .
Der Kader der Herren 2 ist nun Mal groß und wird immer größer. Nichtsdestotrotz ist man immer auf der Suche nach punktuellen Verstärkungen, generell aber schwierig, da das Einstiegsniveau natürlich extrem hoch ist, was die Findung massiv erschwert.
Dennoch konnte mit Clemens Kreisel ein „Winzerfestzugang“ begrüßt werden. Dessen erste Punktomatpunkte waren schon erreicht, nun sollte das erste ( erfolgreiche ? ) Punktspiel hinzukommen.
Genug der Vorrede, die Partie begann. Es war der Mann der ersten Viertelstunde, der zum 0:1 einnetzte, unser Nordlicht war früh auf Betriebstemperatur.
Die Nieder-Olmer-Gastgeber, gedenk der Tatsache das sie in der laufenden Runde noch keinen Heimpunkt abgegeben hatten, waren unbeeindruckt. Immer wieder stießen sie in die vorhandenen Lücken in der HSV-Abwehr. Nach dem „Kroatentreffer“ zum 3:4 war erst einmal für fünf Minuten Torflaute beim HSV. Die Nieder-Olmer setzten jetzt auf Tempohandball, ein durchaus probates Mittel wenn man alterstechnisch weitaus jünger als der Gegner ist. 6:4 und 9:7 waren die nächsten Stationen, weiter als 2 Treffer Abstand wollte ihnen aber nicht gelingen. Warum ? , weil „die Katze“ in unserem Tor, beim Spiel „Jürgen allein zu Haus ( im Tor )“ immer wieder erster Sieger blieb. Was die Gastgeber im Laufe der ersten Halbzeit an freien Bällen verballerten war unglaublich. Irgendwann schien sie eine „Söhnlephobie“ befallen zu haben, gut für uns, denn wir konnten den Abstand halten bzw. immer wieder feine Nadelstiche setzen. Die Krönung das Ganzen war eine 12:11 Pausenführung für uns, die nie und nimmer auch nur ansatzweise das Spielgeschehen wiederspiegelte. Auch die beiden Zeitnehmer glaubten ihren Augen nicht, vermuteten eine Funktionsstörung der Anzeigetafel. Der angerufene Notdienst zur Überprüfung wollte aber, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, einen Nachtzuschlag einfordern, selber schuld wenn man die Spiele so spät ansetzt….
Halbzeit zwei wollte man beim HSV-Talentschuppen etwas defensiver in der Abwehr agieren, die richtige Entscheidung. Die Gastgeber bissen sich jetzt zunehmend die Zähne am HSV-Abwehrriegel aus. Thomas der „schnelle Müller“ erzielte seinen Comebacktreffer zum 13:11, die Fans am Liveticker frohlockten, kurze Zeit später war der HSV-Blitzstart mit dem 15:11 veredelt.
Die Nieder-Olmer schalteten aber wieder einen Gang hoch, doch nun mussten sie bedeutend mehr für ihre Torabschlüsse arbeiten. Aber auch der HSV fand selten (er) den Schlüssel zum Knacken der gegnerischen Abwehr, Folge daraus, es blieb torarm. Immerhin, die verbesserte Rückwärtsbewegung unterband die gefährlichen Gegenstöße der Gastgeber. Spielestand nach 40 Minuten, immer noch eine drei Tore-Führung ( 17:14 ) für uns, leider leisteten wir uns da aber den Luxus einen Siebenmeter nicht zu verwandeln. Waren es in Halbzeit eins die Gastgeber die sich nie vorentscheidend absetzen konnten traf die nun in Halbzeit zwei auf den HSV zu. Spielminute 50 und unser König schlug zu. Ein Rückraumgeschoß zum 19:17 und gleich darauf wieder ein verworfener Strafwurf. Lukas Fuchs wetzte diese Scharte zwar mit dem 20:17 aus, da konnte aber noch keiner ahnen das dies der letzte HSV-Treffer des Spiels bleiben sollte. Die Nieder-Olmer stemmten sich nun mit Allem gegen die drohende Niederlage und starteten eine furiose Schlussphase. Der HSV wirkte nun ein wenig kopflos, klar herausgespielte Torchancen konnten gar nicht mehr kreiert werden. Stattdessen zeigten die Gastgeber warum sie in dieser Saison noch keinen Heimpunkt abgegeben hatten. Binnen kürzester Zeit schafften sie den 20:20 Ausgleich und noch satte drei Minuten waren zu spielen. Hektik links wie rechts und einsetzende Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Pfiffen des Spielleiters, wie so oft und in jeder anderen Sportart auch, im Ergebnis kontraproduktiv da eh nicht erfolgversprechend. Mit vereinten Kräften unterband der HSV den letzten Angriff der Gastgeber und hatte Sekunden vor Schluss noch einmal die Chance zum Siegtreffer. Der finale Wurf rauschte aber über den Querbalken, Schlusspfiff, Endstand 20:20. Und umgehend begann „Halbzeit 3“. Aus kühlem Kopf wurde urplötzlich, durch „überhitztes Blut“, ein denkwürdiges verbales Scharmützel. Unser ( ungeahnter ) „kroatischer Heißsporn“ hatte eine differierende Sichtweise bezüglich der Pfeifleistung des Spielleiters, dem wiederum missfiel die verbale Artikulation. Ergebnis, ein Wortgefecht in Kampfstellung mit dem Resultat eines knappen Punktsieges für den Schiedsrichter. Robert muss nun eine halbe Stunde in der „Ecke stehen“ und 100mal vor sich hinsagen: Der Schiedsrichter hat immer Recht.
DIE Presse meint dazu: Es ist schwer es jedem Recht zu machen und im Eifer/der Hektik des Gefechtes passieren manchmal Sachen die nur schwer zu akzeptieren sind. Subjektiv ( Objektivität scheidet aufgrund von Befangenheit aus ) betrachtet, wurden die „diskutierbaren Entscheidungen“ wohl eher für die Gastgeber gepfiffen, aber ist halt so…
Ergo: Letztlich ist etwas passiert was nahezu völlig unterging: Wir sind T A B E L L E N F Ü H R E R !!!,
unglaublich……, und das vor dem nächsten Highlight, dem nächsten Spiel gegen Lerchenberg, am kommenden Sonntag den 18.11.2018 um 15.55 Uhr in der Alzeyer Rundsporthalle.
Der Kartenvorverkauf dafür läuft derzeit überragend, offensichtlich entstehen durch eine transportable Zusatztribüne weitere Kapazitäten, der eh schon hohe Zuschauerschnitt könnte nochmal gesteigert werden.
Kleiner Wermutstropfen am Rande. Tippunwin wurde wiederum durch einen „anonymen griechischen Tippgeber“ geknackt. Offensichtlich scheint dort fundiertes geballtes Handballfachwissen zu Hause zu sein.
Dies wird auch am kommenden Wochenende von Nöten sein, denn Spiele gegen Lerchenberg sind/waren noch nie Selbstläufer, die Herren 2 stellen sich aber dieser mehr als anspruchsvollen Aufgabe.

Für den HSV spielten:
Tor: Jürgen Söhnle
Feld: Lukas Fuchs (2), Sascha Weinmann (1), Max Laubner, Timo Seibel (1), Clemens Kreisel, Volker Ahr (1), Thomas Müller (1), Michael Müller, Dirk Egner (3/1), Ecky Hofrath (2), Robert Dvorak (2), Torsten Hanzlik (7), Dieter Jacob