Es war einmal… eine Handballsaison

• HSC Ingelheim 3 - HSV Alzey 2 30:27

Es war einmal… eine Handballsaison

HSC Ingelheim II - HSV Alzey II 30:27

Viele begeisterte Fans und Spielberichtleser/innen fragen sich seit Wochen, warum gibt es keine Neuigkeiten aus der interessantesten Handballliga Europas?

Nun das Warten vorbei und die Fans können aufatmen.

Nach langen, schwierigen Gesprächen, sowie dem aktuellen Weltgeschehen bedingt, wurde eine provisorische neue Pressestelle eingesetzt, um die tausenden Handballbegeisterten mit neuen Informationen zu füttern. Aber fangen wir von vorne an.

Viele mögen sich erinnern, im November 2021 bestritt die „Zwote“ des HSV ihr letztes Punktspiel der laufenden Runde. Mit 3 Siegen und lediglich 1 Niederlage stand man in der Tabelle gut da und dementsprechend war die Euphorie groß, ehe eine erneute Coronapause den guten Saisonstart der Herren 2 stoppte.
Aber man blieb nicht untätig und in den folgenden Wochen und Monaten arbeitete man am Kader und versuchte das elegante Spiel weiter zu verbessern. So waren alle heiß wieder auf der Platte zu stehen, als es am 13.03.2022 endlich wieder losging, mit einem Auswärtsspiel in der Rotweinstadt Ingelheim.
Mit dabei waren mit Michael Penkhues und Hannes Höpfner zwei Rückkehrer, die den Fans der Zwoten ein Lächeln ins Gesicht zauberten, sowie dem aus der Jugend des HSV rekrutierten Sebastian Karl.
So machten sich also Mannschaft und Fans, letztere wie immer in Ingelheim von Ex-König Hans Moritz angeführt, auf den Weg den nächsten Sieg zu ergattern.
Aber leichter gesagt als getan! Trotz einem hoch umjubeltem 1:0 Führungstreffer, durch Rückkehrer Michael Penkhues, entwickelte sich ein enges und hart umkämpftes Spiel.
Vor allem die Abwehrreihen beider Mannschaften standen im Mittelpunkt. Deutlich wurde dies, als der HSV in der 16. Spielminute, den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 6:6 erzielte.

Doch trotz solidem Start machte sich in den folgenden Minuten das Fehlen einiger Stammkräfte, sowie die kochende Stimmung in Ingelheim, bemerkbar.
9:6 für die Gastgeber stand auf der Anzeigetafel und zwangen Coach Torsten Hanzlik zur ersten Auszeit.
Doch diese nutzte man für klare taktische Anweisungen und Umstellungen, welche das Spiel des HSV wieder belebten.
Da war es kein Wunder, dass Neuverpflichtung Sebastian Karl, quasi mit dem Pausenpfiff, den Anschlusstreffer zum 15:14 erzielte.

Durchatmen und ruhig bleiben war die Ansage vom Trainer Coach, noch alles möglich im Spiel. Dementsprechend motiviert ging man aus der Kabine wieder aufs Feld.

Doch scheinbar war man mit den Gedanken noch in der Kabine, denn die souverän agierende Abwehr spielte fahrig und im Angriff machte man Fehler um Fehler und lud so die Hausherren zu schnellen Toren ein.
So erspielte sich Ingelheim, völlig verdient, eine 19:14 Führung (32min),ehe die Köpfe des HSV Alzey auch endlich wieder am Spiel teilnahmen.

Man lief nun einer stetigen 3-4 Tore Führung der Gastgeber hinterher.
Viele in der sehr langen Winterpause einstudierten Abläufe griffen nun gar nicht mehr, sodass man in der 52 Minute deutlich mit 29:22 hinten lag.

Viele enttäuschte Fans verließen schon die Halle und die Stimmugn der Hausherren war prächtig.
Doch fast aus dem nichts ging noch einmal ein Ruck durch den HSV und letzte Kraftreserven wurden aktiviert.
Auch Trainer Hanzlik hielt es schon länger nicht mehr auf der Bank.
Unter dem Kommando des Trainers feuerte man eine gnadenlose Schlussoffensive ab, welche die Halle verstummen ließ und mit 5 Tore am Stück, drei davon durch eben genannten Spieler-Trainer Torsten „das Nordlicht“ Hanzlik, schnupperte der HSV noch einmal an der Sensation.

Doch am Ende konnte sich Ingelheim mit einem letzten Angriff und dem daraus resultierenden 30:27 die letzten wichtigen Sekunden erspielen um ihren Vorsprung über die Zeit zu retten.

Enttäuschte Gesichter beim HSV, denn hier war mehr drin. Ein verschlafener Start in die zweite Spielhälfte hatte hier einen besseren Ausgang verhindert. Aber es war wenig Zeit über die verspielten Punkte zu trauern, denn in der Folgewoche wartete schon das Auswärtsspiel bei Ligaprimus HC Gonsenheim 4.

Tor:
Jürgen Söhnle und Christian Schipp

Feld:
Sascha Weinmann, Max Laubner (2), Michael Penkhues (2), Hannes H. Höpfner (1), Sebastian Karl (5), Michael Müller, Ecky Hofrath (6), Timo Seibel, Torsten Hanzlik (4/2), Lukas Fuchs (7/1)