Wasserschäden und andere Probleme

• HSV Alzey 2 - TSV Schott MZ 2 19:29

Wasserschäden und andere Probleme

HSV Alzey II – TSV Schott Mainz II 19:29

Nach der herben Niederlage in Sobernheim, versuchte Coach Hanzlik in den wenigen Trainingseinheiten sein Team gegen Angstgegner Schott Mainz vorzubereiten. Die Niederlage im Hinspiel (35:16) saß noch tief in den Köpfen der Spieler und man wollte vieles besser machen wie damals.
Doch als gäbe es nicht schon genug Sorgenfalten wurde diese noch größer, als am Vortag des Spiels klar wurde, der Spielort wird verlegt.
Experten sind sich noch uneins wie es in einer der modernsten Handballtempel Europas zu einem Rohrbruch kommen konnte. Dies änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass man das Heimspiel in der Ausweichhalle Gustav-Heinemann ausrichten musste.
Viele enttäuschte Fans des HSV verpassten leider das Spiel, aufgrund der geringeren Zuschauerkapazitäten und dem vorherigen Meisterschaftsspiel der Damen I (an dieser Stelle auch von der Presse der H2 ein herzlicher Glückwunsch zur Meisterschaft).

Kadermäßig gab es wenig Änderungen zum Spiel in Sobernheim. Der amtierende Würfelkönig der Herren 2, Jürgen Söhnle, bildete wieder mit Guido Schmidt das Duo im Tor des HSV und lediglich Rückraumbomber Markus Frey, welcher sich eigens in ein von den Medien abgeschottetes Trainingslager begab, fehlte Trainer Hanzlik in der Partie.
Die Gäste bekanntermaßen mit einem breiten Kader angereist, ließen einige noch im Hinspiel auflaufende Eckpfeiler vermissen, sollten aber dennoch keineswegs unterschätzt werden.
So startete das Spiel nun, auf den Rängen feiernde Fans und Spielerinnen der Damen I und die so oft frenetisch anfeuernden Fans der Herren 2 bildeten eine immense Soundkulisse, von welcher sich vor allem die eigene Mannschaft einschüchtern ließ.
Fehlende Absprachen im der Defensive und schlecht vorgetragene Gegenstöße bildeten eine zügige 0:4 Führung der Gäste ehe in der 7min Jungtalent Sebastian Karl den ersten Treffer für den HSV zum 1:4 erzielen konnte.

So hofften nun viele auf ein Aufwachen der Herren 2, doch leider war davon gar nichts zusehen. Auf der Tribüne hörte man schon Gerüchte um Schiebung und Manipulation im Zusammenhang mit dem Wasserschaden am Vortag die Runde machen, nur zu gern hätte man dies bestätigt, aber der HSV spielte in der ersten Viertelstunde der Partie einfach gar nicht mit. So war es wenig verwunderlich, dass der TSV mit einer deutlichen
1:10 Führung alles im Griff hatte.

Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte kam der HSV nun allmählich besser in die Partie, dies war aber auch dem gesenkten Tempo und Intensität der Gäste zu verdanken.
9:16 hieß es zur Halbzeit, Jubel hörte man zu diesem Zeitpunkt nur aus der Damenkabine.

In der zweiten Hälfte setzte Coach Hanzlik auf Erfahrung und stellte in der Offensive um.
Ecky Hofrath, sonst eher am Kreis oder der Halblinken Seite zuhause wurde nun als Spielmacher in der Mitte eingesetzt um mehr Struktur und Ruhe in die Partie zubringen.
Und das fruchtete auch mehr oder weniger gut. Die Angriffe wirkten nun zielstrebiger und führten auch häufiger zu Torerfolgen. In Summe machte man aber einfach zu viele Fehler, welche in einer Spielklasse die Europaweit für Aufsehen sorgt, jedoch direkt bestraft wurden.
Schott zog Stück für Stück weiter davon und vielen wurde spätestens beim verworfenen 7m durch den sonst so souveränen Lukas Fuchs in der 42min klar, heute geht einfach nichts.
Den Schlusspunkt setzte ein 7m, von allen überraschend geworfen von Michael „Schumi“ Müller (Trainingseinsatz zahlt sich also aus), der leider auch vergeben wurde und somit ein ernüchterndes 19:29 auf der Anzeige stand.

Wie schon im Hinspiel hagelte es also eine saftige Niederlage gegen den Angstgegner aus Schott.
Für Trainer Hanzlik bedeutet dies erneut viel Aufbauarbeit, vor allem Mental für die letzten beiden Partien gegen den Lokalrivalen vom TV Alzey.

Für den HSV spielten:

Tor: Jürgen Söhnle, Guido Schmidt
Feld: Max Laubner (1), Thomas Müller (3), Hannes Hagen Höpfner (2/1), Sebastian Karl (3), Michael Müller, Ecky Hofrath (3), Timo Seibel, Michael Penkhues (1), Lukas Fuchs (6/2)